Diagnose Demenz: Alltagshilfen für die erste Zeit
Nach der Diagnose bleibt vieles erst einmal, wie es war — der Alltag lässt sich mit den richtigen Hilfen lange gut gestalten. Dieser Wegweiser zeigt, welche Alltagshilfen jetzt wirklich nützen und was Sie sich von der Pflegekasse zurückholen können. Bewusst außen vor: Medizinisches gehört in die ärztliche Sprechstunde.
Erstmal durchatmen: Sie müssen nicht sofort alles regeln. Beginnen Sie mit dem, was den Alltag heute leichter macht — Orientierung und Medikamente — und lassen Sie sich beraten: Die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI ist kostenlos, die Alzheimer-Gesellschaften beraten Angehörige ebenfalls.
Die ersten Schritte — in dieser Reihenfolge
- Orientierung im Alltag stärken
Das ständige „Welcher Tag ist heute?“ zermürbt beide Seiten. Eine gut lesbare Kalenderuhr beantwortet die Frage geduldig — rund um die Uhr. Wann eine Demenzuhr sinnvoll ist →
- Medikamente sicher organisieren
Vergessene oder doppelte Einnahmen sind ein echtes Risiko. Abschließbare automatische Spender geben nur die aktuelle Dosis frei. Spender im Vergleich →
- Pflegegrad beantragen
Schon Pflegegrad 1 schaltet 42 €/Monat für Verbrauchsprodukte, den Wohnumfeld-Zuschuss und den Entlastungsbetrag frei. Der Antrag ist formlos. So geht der Antrag →
- Die Wohnung in Ruhe anpassen
Sturzprävention wird mit Demenz wichtiger — gehen Sie die Wohnung einmal systematisch durch. Zur 14-Punkte-Checkliste →